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Informationen aus den Kirchengemeinden der Region Ratekau

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Gottesdienste

27.09.20 11:00 Uhr: Erntedankgottesdienst in Hemmelsdorf im Gemeinschaftshaus mit Pastorin Dittmann

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Veranstaltungen

25.09.20 14:30 Uhr: Seniorenkreis ( jeden Freitag )

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Spendenprojekte

Spenden der Sparkassenstiftung für die Feldsteinkirche

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10.04.20 - 18.04.20

geistliches Wort zum Karfreitag

Am Karfreitag ist es still. Die Glocken schweigen. Die Instrumente bleiben stumm. Die Kerzen sind gelöscht. Die Menschen senken den Blick. Warum singen die Vögel? + + + Aus Psalm 22 2 »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Weit entfernt ist meine Rettung. Ungehört verhallt mein Hilfeschrei. 3 »Mein Gott«, so rufe ich am Tag, doch du gibst keine Antwort. Und so rufe ich in der Nacht, doch nur Schweigen umgibt mich. 5 Auf dich vertrauten schon unsere Eltern. Sie vertrauten darauf, dass du sie rettest. 6 Sie riefen zu dir und wurden gerettet. Auf dich haben sie sich verlassen und wurden nicht enttäuscht. 10 Ja, du hast mich aus dem Mutterleib gezogen. An der Mutterbrust lehrtest du mich Vertrauen. 11 Auf dich bin ich angewiesen seit meiner Geburt. Vom ersten Atemzug an bist du allein mein Gott! 12 Bleib nicht fern von mir! Denn die Not ist so nahe. Und sonst habe ich niemand, der mir hilft. Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich. Aus dem Markusevangelium, Kapitel 15 25 Es war die dritte Stunde, als sie Jesus kreuzigten. 26 Auf einem Schild stand der Grund für seine Verurteilung: »Der König der Juden«. 27 Mit Jesus kreuzigten sie zwei Verbrecher. Den einen rechts, den anderen links von ihm. 33 Es war die sechste Stunde, da breitete sich im ganzen Land Finsternis aus. Das dauerte bis zur neunten Stunde. 34 In der neunten Stunde schrie Jesus laut: »Eloï, Eloï, lema sabachtani?« Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« 35 Als sie das hörten, sagten einige von denen, die dabeistanden: »Habt ihr das gehört? Er ruft nach Elija.« 36 Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf eine Stange und hielt ihn Jesus zum Trinken hin. Er sagte: »Lasst mich nur machen! Wir wollen mal sehen, ob Elija kommt und ihn herunterholt.« 37 Aber Jesus schrie laut auf und starb. 38 Da zerriss der Vorhang im Tempel von oben bis unten in zwei Teile. 39 Ein römischer Hauptmann stand gegenüber vom Kreuz. Er sah genau, wie Jesus starb. Da sagte er: »Dieser Mensch war wirklich der Sohn Gottes.« Wenn es um die wirklich wichtigen Dinge im Leben geht, gibt es eine Frage, die niemand beantworten kann: WARUM? Warum liebst Du mich? Warum muss ich so leiden? Warum lebe ich? Es gibt keine Antwort. Jedenfalls keine, die der Verstand erfasst. Wir wissen das. Eigentlich. Dennoch fragen wir. Voll Vertrauen, dass da jemand ist, der die Antwort kennt. Vielleicht fragen wir voller Wut. Vielleicht voller Trauer. Vielleicht verwundert. Aber immer in dem Gefühl: Einer muss doch die Antwort kennen. Wir rufen und weinen und rütteln an diesem Zaun, der uns die Sicht auf die Antwort versperrt. Und können nur hoffen, dass sich für uns das Tor öffnet. Wer „warum?“ fragt, fühlt sich allein gelassen. So wie Jesus auch. Der so viele Bilder und Worte für die Liebe Gottes hatte – am Ende liegt ihm das Psalmwort im Mund, die große Frage: Warum? In diesem Jahr kommt uns Karfreitag vielleicht näher als sonst. Dieser Tag ist schwärzer, stiller, einsamer als wir es gewohnt sind. Lassen wir uns ruhig einmal darauf ein. Klagen wir. Fragen wir. Warum? Es ist nicht das Ende. Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.


Informationen

Veranstalter: Ratekau
Ort: Hauptstraße 10, 23626 Ratekau