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Gottesdienste

27.09.20 11:00 Uhr: Erntedankgottesdienst in Hemmelsdorf im Gemeinschaftshaus mit Pastorin Dittmann

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Veranstaltungen

25.09.20 14:30 Uhr: Seniorenkreis ( jeden Freitag )

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Spendenprojekte

Spenden der Sparkassenstiftung für die Feldsteinkirche

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11.04.20 - 18.04.20

geistliches Wort zum Ostersonntag

Die Ostergeschichte Als der Sabbat vorbei war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus, und Salome duftende Öle. Sie wollten die Totensalbung vornehmen. Ganz früh am ersten Wochentag kamen sie zum Grab. Die Sonne ging gerade auf. Unterwegs fragten sie sich: „Wer kann uns den Stein vom Grabeingang wegrollen?“ Doch als sie zum Grab aufblickten, sahen sie, dass der große, schwere Stein schon weggerollt war. Sie gingen in die Grabkammer hinein. Dort sahen sie einen jungen Mann auf der rechten Seite sitzen, der ein weißes Gewand trug. Die Frauen erschraken sehr. Aber er sagte zu ihnen: „Ihr braucht nicht zu erschrecken. Ihr sucht Jesus aus Nazareth, der gekreuzigt worden ist. Gott hat ihn vom Tod auferweckt, er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten. Macht euch auf! Sagt es seinen Jüngern und besonders Petrus: Jesus geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.“ Da flohen die Frauen aus dem Grab und liefen davon. Sie zitterten vor Angst und sagten niemandem etwas, so sehr fürchteten sie sich. Markus 16, 1 – 8 Ganz früh am ersten Wochentag… Die Frauen sind früh unterwegs, um eine traurige Pflicht zu erfüllen. Was sie zu tun haben, können sie nicht auf die lange Bank schieben. Wer kennt das nicht, dass man schon im Morgengrauen nach unruhigem Schlaf aufwacht, weil einen etwas ganz furchtbar bedrückt. Oder da ist etwas Wichtiges zu erledigen, ein unangenehmes Gespräch steht an. Da ist die Krankheit eines lieben Angehörigen, sei es der eigene Weg zum Arzt, oder gar zur Operation oder sonst irgendeine Not, die uns aus dem Bett treibt, die Ruhe raubt und ganz und gar in der Hand hat. Diese Not und Last überschattet dann alles andere. Und immer häufiger höre ich es in diesen Tagen, dass die derzeitige Situation zunehmend als belastend und beunruhigend empfunden wird. "Wer wälzt uns den Stein vom Grab?", so fragen die Frauen. Der Stein, der mir auf dem Herzen liegt und mir die Luft zum Atmen abschnürt? Wer überwindet die unüberwindbaren Hindernisse meines Lebens? Ausweichen können wir nicht, denn der Stein ist riesengroß. Viel zu groß auch, um ihn allein aus dem Weg zu räumen. Das wussten die Frauen damals und das wissen wir heute. Er versperrt unser aller Weg und wirft seine Schatten auf uns alle gleichermaßen. "Sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war." Der Stein hatte sich nicht aufgelöst oder war einfach davongeflogen. Er war nur weggerollt, vielleicht auch nur ein wenig zur Seite. Doch dieses bisschen reicht. Der Stein hat seine Position verändert. Er ist nicht mehr unüberwindbar. Plötzlich erfassen wir in aller Klarheit Dinge, die wir vorher gar nicht sehen, gar nicht erkennen und nicht einmal erahnen konnten. Angst und Not, Krankheit und Tod verschwinden nicht aus unserem Leben, lösen sich nicht so einfach auf. Aber Ostern bedeutet, dass wir sie anschauen können von allen Seiten, dass sie nicht mehr unüberwindbar jeden Zugang zum Leben in seiner ganzen Fülle blockieren. Der Stein ist noch da, doch der Zugang zum Leben ist wieder gegeben. Erfahrungen von Auferstehung ereignen sich für uns auch im Leben, nicht erst nach unserem Sterben. Das Ostergeschehen, die Auferstehung Christi, ist ein ganz eigenes und für mich auch ganz persönliches Geschehen. Da ist nicht irgendein Stein weggerollt worden, sondern mein Lebenshindernis, meine Not und Angst. Ostern will mir die Augen öffnen, damit ich das Leben wieder sehen kann. Das Leben mit, neben und trotz aller Steine. Ostern verheißt mir die Zukunft mit meinem Gott und Jesus Christus. Der Durchgang in diese Zukunft mag manchmal wirklich schmal sein, aber er ist und bleibt offen. Ich hatte die Konfirmanden eingeladen, Steine zu bemalen. Mit einem Wunsch, einem Segenswort, einem kurzen Zuspruch und sie dann bei Menschen auszulegen, die alleine sind, in Quarantäne, die Trost und Ermutigung gebrauchen können. Oder einfach so, damit andere Personen sie zufällig finden können. Ein paar schöne Bilder wurden mir davon zugeschickt. Und so konnten diese Steine als zu Hoffnungszeichen und zum Symbol der Botschaft werden, dass Gott – dass die Liebe stärker ist als der Tod. Denn dieser Stein hat nun nicht mehr mich in der Hand, sondern nun habe ich ihn in der Hand. Anas Hamami, Pastor in der Kirchengemeinde Pansdorf aufstehen einmal mehr aufstehen als zu boden gehen einmal mehr die angst besiegen einmal mehr hoffen als enttäuscht werden einmal mehr vertrauen wagen einmal mehr zurückkehren als fortgehen einmal mehr den stolz überwinden einmal mehr lachen als weinen einmal mehr von vorn beginnen aus: Gisela Baltes, Denn er hat seinen Engeln befohlen. Trost in Zeiten der Trauer. © 2016 Butzon & Bercker


Informationen

Veranstalter: Ratekau
Ort: Hauptstraße 10, 23626 Ratekau